Dieses Jahr zog es den Pfadfindertrupp nach Schweden, genauer auf die Insel Gotland, eine historisch und landschaftlich einmalige Insel in der Ostsee. Zwei wochen lang streiften wir durch unberührte Wälder und Gesteinslandschaften, lernten Land und Leute kennen. Dabei erlebten wir das eine oder andere unerwartete Abendheuer.

Dies ist eine chronologische Erzählung unserer Erlebnisse basierend auf meinen Logbuch-Aufzeichnungen und Erinnerungen, die mir wahrscheinlich noch lange bleiben werden.

Montag, 01.08 die Zugfahrt
Sonntag nachts um 23:30 wurde sich in den Gruppenräumen getroffen und Gruppenmaterial verteilt, letzte Checks gemacht und dann mit Autos zum Hauptbahnhof gefahren. In den 1,5h Wartezeit haben wir dann erstmal ein Geburtstagsständchen für Aurora gesungen.
Um 01:30 fuhr dann pünktlich unser Nachtzug nach Hamburg Hbf. Leider hatte wir nur 2 Normale 6er Abteile für uns. Durch gewisse Kreativitär war es sogar jeweils 5 von 6 Leuten möglich darin zu schlafen.
Leider hatte sowohl Anne – die in Hamburg erst zustieg – und unser Zug zu-viel Verspätung sodass wir unseren eigentlichen ICE nach Kopenhagen C verpasst haben. In der so gewonnen Zwangspause gab es erst-mal Frühstück im Reisezentrum der DB.
Da wir keine Sitzplätze mehr reserviert hatten mussten wir in den Gängen des nächsten Zuges nach Dänemark ausharren. Dort haben wir auch Englische Pfadfinder auf ihrem Städte-Trip getroffen.
Etliche Kilometer, Stunden und Frischkäsebrötchen später gelangen wir am Abend um 21:00 (3h später als geplant) endlich zu unserem Etappenziel, der Hafenstadt Kalmar in Süd-Ost-Schweden. Dort suchten wir uns auf einer ruhigen Halbinsel nahe des Bahnhofs unser Nachtlager mit herrlichem Blick auf das beleuchtete Schloss.
Mit viel Taschenlampenlicht wurde noch schnell Chilli auf den Trangias gekocht und nachts das Schloss erkundet.

Dienstag, 02.08 erster Tag auf Gotland
Am Nächsten Morgen ging es früh mit dem Bus weiter nördlich nach Oskarshamn. Da das Wetter Kälter und windiger war als erwartet habe ich noch spontan dort einen Schlafsack gekauft da einer nur decken dabei hatte. Die Überfahrt mit der Fähre nach Gotland brauchte 3 Stunden in denen man gemütlich im Internet surfen, Frühstücken und den enormen Seewind spüren konnte.
In Visby, der Hauptstadt von Gotland, steuerten wir erstmal die Touristeninformation an um letzten wichtige Fragen für unseren Trip zu klären. In der Innenstadt wurden wir mit leckeren Frucht-smoothies beschenkt, Dann ging es raus aus der Stadt rRchtung nord-osten zum nächsten (und insgesamt größten) Supermarkt. Hier wurden Lebensmittel für 2 Tage besorgt.
Da der Himmel nicht besonders verheißungsvoll aussah, eilten wir aus der Stadt raus um irgendwo ein geeignetes Nachtlager zu finden. Wir hatten eine gute und versteckte Stelle für unsere Zelte gefunden als gerade die ersten Regentropfen fielen. Mit Eiltempo wurden die Zelte aufgebaut und noch bevor wir fertig waren, klarte der Himmel auf und die Abendsonne schien. Die war das erste, aber nicht das letzte mal wo uns das Wetter in Gotland komplett verarscht hat. Am Abend gab es Reis mit dem restlichen Chilli vom Vortag. Später sangen wir noch ein bisschen begleitet von meiner kleinen Gitalele.

Mittwoch, 03.08 der Eilmarsch
Wir kahmen viel später aus dem Schlafsäcken auf den Weg als geplant. Zuerst wurde bei einer netten alten Dame unser Wasservorrat aufgefüllt. Die Route führte uns kilometerlang an der vielbefahrensten Hauptsstraße der Insel Entlang was ziemlich nervte. Auf einem Sportplatz konnten wir uns dann erst-mal ausruhen und Mittagspause machen.
Nach ausreichend Ruhe für die Füße ging es von der großen Straße ab auf kleiner Nebenstraßen, über Feldwege und schließlich queerfeldein durch den Wald und über wiesen wo nicht-mal ein Weg war. Insgesamt aber eine willkommene Abwechslung. Ziemlich erschöpft und nach 22km erreichten wir unser Tagesziel Tingstäde. In einer Fusion aus Dorfkiosk und Asia-Store konnten wir noch Etwas Reis einkaufen und uns am See einen Guten Nachtplatz suchen. Leider war der See viel zu flach um darin baden zu können. Aber so wurde das Geschirr nach dem Essen endlich mal wieder gut sauber. Dem Nächtlichen Regenschauer überstanden alle Zelten ohne Probleme und am Morgen waren selbst die Kohtenplanen schon-wieder Trocken.

Donnerstag, 04.08 zwischen Sumpf und Erschöpfung
Nachdem es zum Frühstück den letzten Reis vom Abendessen gab ging es weiter. Die Damen welche uns Wasser gaben erklärten uns ,dass Wasser auf Gotland derzeit ein kostbares Gut sei und zögerten kurz uns unsere Flaschen aufzufüllen, taten es aber dann trotzdem.
Unsere Route führte uns einen 10km langen und schnurgeraden Weg durch den Wald und Sumfgebiete entlang auf dem wir komplett alleine waren. So kamen wir am Ende an einem Haus vorbei wo wir freundlich begrüßt wurden und unser Wasser aufgefüllt wurde. Es war zwar herrlich kühl, schmeckte allerdings nach Eiern.
Im Supermarkt in Lärbro wurden erst mal Vorräte besorgt und in Teamwork 5L Eis als Nachtisch vernichtet.
Die letzten 6km hin zum Lagerplatz zogen sich lange und so mussten wir viele Pausen einlegen.
Als wir endlich die Badestelle erreichten waren dort auch ein anderes Pärchen sowie eine Gruppe schwedischer Studenten mit schottischen Kilts. Zum ersten mal mussten sich die Metallheringe der Kohte auf sandigem Boden unter Beweis stellen, sie hielten jedoch besser als erwartet.
Mein Vorhaben in der Meeres-bucht zu baden gestaltete sich als schwer, denn nach 500m im Meer konnte ich immer-noch bis zu den Knien stehen.
In der Dämmerung wurden wir von Mücken-schwärmen belagert. Abhilfe schuf nur viel Bewegung, Feuerrauch oder das rettende (und nach Rauch riechende) Zelt. Mit der Nacht verschwanden diese allerdings wieder ein wenig.
Nachts um 23:00 stellten wir fest, dass wir zu-wenig Wasser für den nächsten Tag haben, also sind Maik und Ich noch nachts Wasserholen gegangen. Bei einem Haus in der Nähe waren noch Menschen auf und nach vielen Entschuldigungen unsererseits für die nächtliche Störung bekamen wir noch ausreichend Wasser aufgefüllt. Das Wasser schmeckte herrlich klar; dass es pissgelb war haben wir erst am nächsten morgen gesehn...

Freitag, 05.08 auf zur Blauen Lagune!
Der Weg führte an Kies und Kreide-Industrieanlagen vorbei die recht imposant in der sonst naturbelassenen Landschaft standen. Auf der Landstraße hin zur Blauen Lagune wurden wir von vielen Autos und Wohnmobilen überholt die anscheinend alle auch zu diesem Touristenziel unterwegs waren.
Während wir in der Mittagspause vor einer Kirche auf der Wiese Tee und Kaffee auf den Spiritusbrennern kochten kam ein Pfarrer zur uns und erklärte uns freundlich dass es bei jeder Kirche einen öffentlichen Wasserhahn gebe.
Auf den letzten 4km hin zur blauen Lagune habe ich probiert inwiefern man mit der Gitalele im Laufen singen kann; Auf dem Hüftgut des Rucksacks lässt sich der Korpus gut abstützen und so ist dies doch eine sehr bequeme Wegunterhaltung gewesen. Nur geht einem durch das Singen schnell die Puste aus, und an Liederbuch halten ist nicht zu denken.
Die Blaue Lagune verdient ihren Namen zu Recht. Das ehemalige, geflutete Stein-Bergwerk hat sehr klares, blaues Wasser und herrliche Festkanten. Neben ein paar Bänken an einer flachen Badestelle schlugen wir unsere Zelte auf. Der Kiesboden war allerdings so hart dass die Kleinen Heringe der Plastikzelte fast nicht versenkbar waren. Nur den Massiven Metallheringe der Kohte ließen sich mit Merida (dem Beil) in den Boden treiben wo sie bombenfest hielten.
Durch zuwenig Feuerholz sind die Nudeln eher zu Nudelbrei geworden; Da hat auch Pesto nicht-mehr viel geholfen.
Am Abend wurden die Versprechenskandidaten mit Zettel, Stift und einer Kerze in den Wald geschickt um Dort über die Grundsätze der Pfadfinder ungestört nachdenken zu können.
Die Anderen saßen in der Kohte um das Feuer und genossen die Enorme Hitze die sich in dieser Sauna stauen kann.

Samstag, 06.08 Einkaufen und Ausspannen
Da die Vorräte zur neige gingen musste eingekauft werden. Da der Weg nach Fårösund sehr weit ist, ließen wir uns von einem 13 Sprachen sprechenden Schweden hin und mit zurück nehmen.
Abgesehen von Wäsche waschen und die Plastikzelte nach-richten die unter dem Wind ächzten wurde der Tag zum nichts tun verwendet. Leider mussten wir uns die idyllische Lagune mit gefühlt tausend anderen Touristen teilen die munter zwischen unseren doch recht exponierten Zelten hin und her liefen.
Am Abend wurde gegrillt. Obwohl das Jedermanssrecht in Schweden eigentlich nur eine Nacht wildcampen erlaubt, blieben wir die 2. Nacht an Ort und Stelle.

Sonntag, 07.08 Planänderungen und Fårösund
Die Route für den Tag waren die 13km nach Fårösund. Die Landstraße die wie liefen war sehr wenig frequentiert und war von daher ein ganz angenehmer weg.
So erreichten wir ohne große Mühen Fårösund wo wir die erstbeste Wiese nahe des Hafens ansteuerten um uns erst-mal auszuruhen. Das direkt daneben liegende Haus stellte uns einen Wasserhahn zur Verfügung.
Da wir mal eine Nacht in einem Haus schlafen wollten gingen die Pfadis in Gruppen los um eine Überdachte Herberge für uns zu finden, waren in dem kleinen Ort aber nicht wirklich erfolgreich. Zum Glück gestattete uns das Ehepaar nebenan uns auf der Wiese niederzulassen auf der wir schon rast gemacht hatten. So hatten wir lange zeit um Einkaufen zu gehen und Werwolf mit spezial-Charakteren zu zocken.
Die meisten hatten kein Bock mehr die Zelte aufzubauen und so machten die meisten kalte Platte.

Montag, 08.08 von feindlicher Wildnis und freundlichen Bäckerinnen
Um uns einen landschaftlich recht uninteressanten Marsch entlang der vielbefahrenen Straße zu sparen nahmen wir für 20km den Bus.
In Vinor, dem Zentrum der Insel Fårö, angekommen gingen wir erst-mal wieder einkaufen und die mysteriöse Bäckerei aufsuchen welche uns von Pfadfindern aus Bad Homburg empfolen wurden.
In der Bäckerei wurden wir herzlich von der Bäckerin empfangen die uns nicht nur unser Wasser wieder auffüllte sondern auch eine menge Brot und Gebäckteilchen vom Vortag schenkte.
Bei Herrlichem Wetter machten wir uns durch die Verrschlungenen Wege des Naturschutzgebietes auf zum nördlichen Ende der Insel um die Berühmten Rauken bei Langhammers anzuschauen.
Der Weg führte irgendwann aus dem Wald heraus in eine Gesteinslandschaft. Auf dem Weg quer durch das dort hoch wuchernde Gestrüpp zeigte sich der fatale Nachteil von kurzen Hosen.
Schließlich gelangten wir zu den Rauken neben denen ein Touristenparkplatz und ein Kloshäuschen eingerichtet war. Ein mögliches Nachtlager fand sich in der nähe wobei es durch den Karst-Boden sehr schwer war Heringe in den Boden zu treiben und der Wind enorm war.
Bei einem 2km entfernten Bauernhof gingen Maik und Ich Wasser holen. Dieses schmeckte salzig, aber trotzdem gut. Der Bauer konnte uns für die Nacht leider keine Scheune oder ähnliches als Quartier anbieten und riet uns für die Nacht zurück in den windgeschützten Wald zu ziehen. Auf dem Weg zurück zu den anderen am Parkplatz überraschte uns starker Wind und Regen, sodass alle aufgrund schlechter Regenkleidung und mangels Dach ziemlich durchnässt in der Wildnis standen. Darum wurde beschlossen noch am selben Tag zurrück nach Vinor zu kommen und dort irgendwo geschützt unterzukommen.
Durch viele Touristen die alle zu den Rauken gefahren waren wurden wir in Kleingruppen zurück nach Vinor mitgenommen. Die Bäckerin die wir am Vormittag getroffen hatte war unbeschreiblich großzügig und ließ uns die Nacht in einer leerstehenden Wohnung oberhalb der Bäckerei schlafen; teilweise auf Betten, teilweise auf dem Boden. Dieser Luxus war schon fast unwirklich für uns.

Dienstag, 09.08 Versprechen und CampingplatzPfadis nach dem Versprechen
Am nächsten Tag räumten wir die Wohnung nach uns wieder auf, nahmen Dankend unser Frühstück von der Bäckerin entgegen und gingen zum nahegelegenen Sandstrand. Dort wurde gefrühstückt und die Seeluft genossen.
Als wir auf dem Sand unsere Zelte aufbauen wollten kam gerade ein Mann und erklärte uns, dass Zelten auf dem Strand verboten sei. Nachdem wir keine bessere Stelle gefunden haben marschierten wir zum nahe gelegenen Zeltplatz um dort für einen recht guten Preis die letzte Nacht auf Gotland im Zelt zu verbringen. Als Kohtenkreuz dienten alte Metallstangen vom Schrottbereich des Zeltplatzes. So konnten wir alle mal wieder Duschen und auf perfektem Rasen zelten.
Die Kartoffeln für das Abendessen konnten auf einem Elektroherd gekocht werden, sodass wir uns den Sprit für die Trangias sparen konnten. Am Abend verzogen sich noch ein paar Sänger in die Aufenthalts-Scheune um den fabelhaften schwedischen Lakritze-Tee zu trinken und zu singen. Leider wurden wir wegen Schlafstörung nachts um 23:00 gebeten ruhiger zu sein, weshalb wir den Abend dann auch beendeten.

Mittwoch, 10.08 Visby
Am nächsten Morgen ging es mit einer 2-Stündigen Busfahrt zurück nach Visby. Nach dem obligatorischen Gruppenphoto vor der historischen Stadtmauer suchten wir einen Rastplatz auf einer Wiese neben einem ICA. Nach einem Mittagessen wurde von einem kleinen Team die Gegend um das Fähren-Terminal nach Schlafplätzen ausgekundschaftet. Eine ruhige Ecke unter Bäumen neben der Stadtmauer wurde auserkoren und die Rucksäcke dahin umverlegt. So konnten wir alle abwechselnd ohne Rucksäcke die Historische Altstadt von Visby erkunden. Zu dem Zeitpunkt fand in Visby ein Mittelaltermarkt und Festival statt, sodass wir mit unseren Kluften eher zu den Normalos gehörten. Auf dem Mittelaltermarkt habt jeder passende Souveniers gefunden. Denn zum Glück konnten man an jedem kleinen Stand mit Kreditkarte zahlen über Lesegeräte, welche an IPads angeschlossen waren.
Nach dem Abendessen (zum 5. Mal Reis, aber Diesmal mit Spinat!) Braute sich ein stürmisches Wetter zusammen, sodass wir unser Lager vom Burggraben in das bis dahin noch offenen Hafenterminal verlagerten.
Zwischen Getränkeautomaten wurde der erste Teil der Nacht verbracht bis das Terminal nachts um 02:00 geschlossen wurde und wir uns für den Rest der Nacht in eine Kleine überdachte Nische außerhalb des Terminals verzogen. Hier dienten die Kohtenplanen als Decke sodass alle vor der Kalten und Stürmische Nacht super geschützt waren.

Donnerstag, 11.08 Subway, Kalmar und der letzte Abend
Morgens um 06:00 ging es zurück in das Terminal zum Einchecken und Ausschlafen bis um 10:00 die Fähre zum Festland ging. Mit dem Bus dann wieder von Oskarshamn nach Kalmar.
Zum Mittagessen gönnten wir uns in Kalmar in dem Subway zu gehen, wo wir mit 13 Leuten den Betrieb deutlich blockierten. Zum nächtigen wählten wir wieder denselben Ort wie auf der Anreise, nur blieben wir diesmal auf dem Uferbereich und nicht auf der Insel, da dort weniger Entenkot herum lag.
Der Freie Nachmittag wurde genutzt um durch Kalmar zu schlendern und Allerlei spezielle schwedische Lebensmittel einzukaufen. Vor allem Kekse, Jogurt aus dem Tetrapack , Kavier aus der Tube und Laktritz-Schokolade.
Zum Abendessen gab es Milchreis aus der Wurst mit Zimt und Apfelmus.
Da nebenan ein Volksfest stattfand kamen am Abend noch ein paar Ordnungshüter zu uns und sagten uns ihre Unterstützung zu, falls wir nachts mit betrunkenen Schweden Probleme haben sollten; es blieb aber alles friedlich.
Bei den Nachtlagern wurde wieder herum experimentiert; So gab es ein halb aufgebautes Plastikzelt, Kohtenplanen als Decken, eine Lok für 2 Leute, eine Kröte für zwei (respekt dafür!) und kalte Platte für den Rest. Hier stellte sich wieder die Flexibilität der Mobilen Tatonka-Kohtenmittelstange unter Beweis!

Freitag, 12.08 in 17 Stunden nach Hause
Von Kalmar ging es früh am Morgen um 07:00 mit dem Zug über Kopenhagen, Hamburg, Mannheim nach Karlsruhe. Im Gegensatz zum Hinweg waren alle Züge pünktlich. Auf der Fahrt wurden quasi alle bekannten Kartenspiele, sogar Skat durchgespielt. Die Spielkarten mitzunehmen war wohl eine Goldrichtige Entscheidung. Aus Respekt vor anderen Fahrgästen wurde die Gitarre lieber nicht ausgepackt. Zum Glück hatten wir wieder für jeden Schnellzug Reservierungen, sodass diesmal niemand auf dem Gang sitzen musste.
Total stressfrei erreichten wir dann pünktlich um 23:00 den Karlsruher Hauptbahnhof. Mit der Bahn ging es für fast alle dann nach St. Konrad. Nachdem fast alles Gruppenmaterial wieder abgelegt wurde, ging es nach einer gemeinsamen Abschlussrunde für alle noch vor 24:00 nach Hause.

Epilog
Ich blieb als letzter noch im St. Konrad um bis spät in die Nacht und am nächsten Morgen das doch sehr überschaubare Gruppenmaterial zu sortieren, zu reinigen, zu Trocknen und zu verräumen.
Die Gestänge der 3 Plastikzelte wurden komplett repariert, sodass diese wieder (im gegensatz zu dieser Fahrt) voll einsatzbereit sind. Erstaunlicherweise ist sonst nichts verloren oder kaputt gegangen.

Die Relevanten Erkenntnisse nach meiner ersten Großfahrt als Truppleiter:
Reis ist besser als Nudeln.
Kochen will gelernt sein, trotzdem sollten Pfadis hier Verantwortung übernehmen.
Ein schöner Weg ist wichtiger als das Ziel oder die Geschwindigkeit.
Ein paar Brocken der Landessprache sind wichtig zu kennen.
Die Kohte verdient ihren Respekt; Plastikzelte sind nicht nötig.
Eine Mittelstange und Heringe für die Kohte dabei zu haben ist Gold wert.
Ein mobiles Kohtenkreuz ist eine Überlegung wert!
Mit dem Horden-Pott auf Spiritusbrennern zu Kochen funktioniert.
Man unterschätze nie das Wetter, im Norden ist es auch mal kalt, an der See windig.
Material muss vorher getestet und überprüft werden, nicht dass es zwischendrin auseinander fällt.
Panzertape ist als Material wesentlich dabei zu haben!
Ein Bite-Away-Stick aka Cobra ist Gold wert.

Nano

Statistik:

  • Wann: 31.07 (Nachts) bis 12. August 2016
  • Wo: Gotland, Fårö und der Weg dahin
  • Dabei waren: Ramon, Philipp, Elias, Emma, Natalie, Sara, Cedric, Maik, Kai, Jonas, Aurora
  • Leiter: Nano, Anne
  • Wegstrecke: ~90km (in 5 Tagen)