Lord Robert Baden-PowellDie Pfadfinderei ist eine weltweite Jugendbewegung, der momentan über 38 Millionen Menschen in 216 Nationen angehören. Ziel der internationalen Pfadfinderbewegung ist die Förderung der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen, damit diese in der Gesellschaft Verantwortung übernehmen können.

Die Weltpfadfinderbewegung wurde 1907 von Lord Robert Baden-Powell of Gilwell gegründet, der das erste Pfadfinderlager 1907 mit einer Gruppe von Jungen aller sozialen Schichten auf Brownsea Island veranstaltete. Aus den Erfahrungen dieses Lagers entwickelte Baden-Powell die Grundprinzipien der Pfadfinderbewegung, die er in seinem Buch Scouting for Boys festhielt, welches noch heute die wichtigste Grundlage der pfadfinderischen Arbeit darstellt.

Schon Baden-Powell prägte den Begriff des Friedenspfadfinders, der in Friedenszeiten eine Arbeit leistet, die Mut und Findigkeit erfordert und der sich der Prinzipien der Weltpfadfinderbewegung bewusst ist und nach ihnen lebt.

  • Verantwortung gegenüber Gott
  • Verantwortung gegenüber den anderen
  • Verantwortung gegenüber sich selbst

Dabei setzte er auf drei Prinzipien des pfadfinderischen Lernens, die bis heute nichts von ihrer Wichtigkeit und Aktualität verloren haben:

  • Paddle your own Canoe: Lass Dein Leben nicht von anderen bestimmen, sondern nimm es selbst in die Hand.
  • Learning by Doing: Lerne durch Handeln und probiere Dich aus ohne Angst davor, Fehler zu machen.
  • Look at the boy/girl: Schaue auf die Fähigkeiten und Begabungen jedes einzelnen.

 

Dies alles (und viele weitere hier nicht genannte Aspekte) machen die Pfadfinderei zu einer internationalen Jugendbewegung, die in ihrer Struktur wie in ihren pädagogischen Grundlagen einzigartig in der Welt ist.

Die DPSG

Die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) ist mit ca. 95.000 Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen der größte katholische Pfadfinderverband in Deutschland. 1929 gegründet, erlebt die DPSG seit den 50er Jahren ein kontinuierliches Wachstum. Seit 1971 ist sie ein koedukativer Verband für Mädchen und Jungen, Frauen und Männer. Die DPSG ist über den Ring deutscher Pfadfinderverbände (RdP) Mitglied in der von Lord Robert Baden-Powell gegründeten Weltpfadfinderbewegung (WOSM), der mit 28 Millionen Mitgliedern größten Jugendorganisation der Welt.

Gemeinsam auf dem Weg

In der DPSG sind Kinder, Jugendliche und Erwachsene gemeinsam auf dem Weg, jeder und jede Einzelne kann sich einbringen. In Gruppen von Gleichaltrigen erleben Kinder und Jugendliche in den vier Altersstufen Gemeinschaft und übernehmen schrittweise Verantwortung für sich und die Gruppe. Sie lernen bei den Wölflingen (7 bis 10 Jahre), Jungpfadfindern (10 bis 13 Jahre), Pfadfindern (13 bis 16 Jahre) und Rovern (16 bis 20 Jahre), für sich und andere einstehen zu können. Dabei helfen ihnen erwachsene Leiterinnen und Leiter, begleiten sie bei ihren Unternehmungen, stärken sie in ihrer Entwicklung und fördern ihre Talente. »Look at the boy/girl« - achte auf die Begabungen des Einzelnen - war eine der zentralen Forderungen des Gründers der Pfadfinderbewegung, Lord Robert Baden-Powell. Zusamen mit dem Leitsatz »Learning by doing« ergibt sich ein Lernen aus Erfahrung, das individuelle Fähigkeiten fördert und gleichzeitig das solidarische Verhalten in der Gruppe schult.

»Verlasst die Welt ein bisschen besser ...

... als ihr sie vorgefunden habt!« Diese Aufforderung Baden-Powells ist ein Leitwort für die Mitglieder der DPSG. Das Engagement für eine bessere Welt fängt dabei im Kleinen an - Pfadfinder leisten Solidarität in ihrer nächsten Umgebung. Sie sind allzeit bereit, indem sie mit offenen Augen durch die Welt gehen und dort eingreifen, wo es nötig ist. Als Teil einer weltweiten Bewegung setzt sich die DPSG international für Verständigung ein. Die Zusammenarbeit mit Partnerverbänden vor Ort - etwa in Bolivien, Rwanda, Frankreich oder Israel / Palästina - ist dabei genauso wichtig wie das Kennenlernen anderer Kulturen bei internationen Begegnungen.

Quelle: www.dpsg.de

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