Tag 6 – Unterwegs auf dem Haik Teil 2
Am sechsten Tag standen die Wös früh auf, frühstückten und packten unsere Sachen wieder in das Materialauto. Dieses wurde von einem nicht allzu gut verkleideten “Zeugius” gefahren, dieser hat uns einige wichtige Informationen über Claudius Clodius mitgeteilt. Danach haben wir uns auf den Weg nach Hause zum Zeltplatz gemacht und liefen zu Beginn an einem schönen, erfrischenden Fluss vorbei. Nach der Brücke sammelten die Wös ungefähr 400 Kletten, sie haben bei 350 aufgehört zu zählen. Alle hatten zuerst viel Spaß dabei, dann hat sich schnell das Blatt gewendet und es hat am ganzen Körper gejuckt. Unser letztes Wasser hat das Jucken etwas gelindert und es war zum Glück nicht mehr weit bis zur Busstation. Als wir wieder am Zeltplatz ankamen, waren alle Wös ziemlich erschöpft. Unser Koch hatte super leckeres Gulasch gekocht. Auch die Jupfis und Pfadfis kamen erschöpft am Zeltplatz an. In der Zwischenzeit haben die Wös den einen Hang mit Erde unsicher gemacht und waren danach sehr dreckig. Deswegen mussten sie leider, sogar mit Seife, duschen gehen. Das war das erste und einzige Mal auf dem Lager.
Für die Jupfis ging es heute weiter nach oben, über die Baumgrenze hinaus. Nochmal 500m höher als auf dem Patscherkofel hatte man vom Gipfel aus eine geniale Aussicht. Auf dem langen Abstieg haben sie dann noch ein Murmeltier und einige Schafe, Kühe und Pferde getroffen. Stark erschöpft ging es dann vom Tal aus mit dem Bus zurück an den Zeltplatz, wo zum Glück genug warmes Essen für alle da war. Nach der großen Wanderung hatten sie sich das wirklich verdient!
Am Abend wurde noch lange gesungen. Zuerst waren die Wös dran mit Lieder aussuchen, natürlich wurden sich „Bolle“, „Die Wissenschaft hat festgestellt“ und „Mein Fahrrad“ gewünscht. Danach durften die Jupfis und schließlich die Pfadis. Die Jupfis und Pfadis haben dann noch teilweise bis Mitternacht und haben geredet.
Tag 7 – Spieletag und Gewitter
Am siebten Tag schliefen wir eine Stunde länger. Bei der Morgenrunde der Wös wurde „Bärenjagt“ gespielt. Danach frühstückten wir und verbrachten den Vormittag mit verschiedenen Spielen. Wir spielten unter anderem Wikingerschach, Fußball und Chaos-Zettelspiel. Außerdem wurde wieder ein Hörbuch gehört. Zwischendurch haben wir wieder das Wasser-Trinken Spiel gespielt diesmal direkt am Waschhaus an der Quelle, dadurch ist dann zufälligerweise eine Wasserschlacht entstanden. Wir machten Mittags Brotzeit und spielten auch zwischen Mittag- und Abendessen noch verschiedene Spiele. Dabei hatten wir viel Spaß.
Kurz vor dem Bunten Abend zog jedoch ein Gewitter auf. Die Blitze waren so stark, wahrscheinlich schlugen sie ins Olympiaraum-Zentrum ein, 100m entfernt von unseren Zelten. Sicherheitshalber sind wir ins Waschhaus gegangen. Dort angekommen, waren wir alle ziemlich nass. Gemeinsam sangen wir noch ein paar Lieder, unter anderem den ABC-Zug. Auch die Holländer tanzten mit uns, das war richtig lustig. Dadurch sind wir ein bisschen warm geworden und die Zeit, bis das Gewitter weg war, ging ganz schnell vorbei. Danach führten wir noch ein paar Aufführungen und Witze vor, die wir dem „Kaiser“ präsentierten. Als schließlich alle im Bett waren, mussten wir durch den Regen zum Waschhaus gehen, weil ein noch größeres Gewitter kam. Dort warteten wir und haben ganz laut Lieder gesungen um uns abzulenken, bis das Gewitter gegen 1:00 Uhr nachts endlich vorbei war. Das war ein ziemlich aufregender Abschluss des Tages!
Tag 8 – Geländespiel
Am achten Tag schliefen wir erst einmal richtig aus und standen erst um 10:00 Uhr auf. Das Frühstück gab es deshalb erst um 12:30 Uhr. Anschließend machten wir eine sehr verspätete Morgenrunde um 13:00 Uhr. Danach spielten wir Kartenspiele, übten Jonglieren und chillten auf den Isomatten oder in der Doppeldecker Hängematte. Später stand ein Geländespiel im Wald auf dem Programm. Dabei gab es verschiedene Figuren zum Beispiel den Katapulttechniker oder den Legionär. Das Ziel des Spiels war, die anderen zu fangen. Eine besondere Regel war, dass der Cäsar nur von Brutus gefangen werden durfte. Dieser hat zweimal nur sehr knapp den Cäsar nicht gefangen, also sehr spannendes Spiel. Anschließend gab es Lauch Risotto mit Delikates Gurken.
Danach hatten wir noch etwas Zeit, uns auszuruhen und uns auf ein wichtiges Erlebnis des Lagers vorzubereiten. Lotta und Kate hatten uns auf dem Weg zum Aussichtspunkt eingesammelt. Oben angekommen haben die beiden Ihr Leiter-Versprechen abgelegt. Das war sehr schön und emotional. Im düsteren Nebel sind wir zurück zum Zeltplatz ans wärmende Lagerfeuer. Die erste Tasse Chai haben wir in Stille getrunken. Dann wurde der Regen wieder langsam stärker und wir mussten ins Zelt.
Tag 9 – Gerichtsverhandlung und Stadtrallye
Am neunten Tag wurden wir wie gewohnt um 8:00 Uhr geweckt. Nach dem Frühstück machten wir uns fertig. Anschließend ging es zur Gerichtsverhandlung. Dafür wurden verschiedene Beweismittel vorgelegt. Unter anderem gab es ein schwarzes Bild (ABGELEHNT), eine silberne Nagelschere (ANGENOMMEN) und die Aussage von Zeugius (ANGENOMMEN). Gesamturteil der drei Richter: Freispruch von Claudius Clodius.
Danach fuhren wir mit dem Bus zum Marktplatz und teilten uns für die Stadtrally in Gruppen auf. Ein paar Leiter hatten Stationen, bei denen die Gruppen verschieden Aufgaben bewältigen mussten. Bei unserer mussten die Kinder an dem Soldat vorbei zu einem Wasserspender gehen ohne entdeckt zu werden. Anschließend gingen wir alle zurück zum Startpunkt. Dort wartete schon die nächste Aufgabe auf uns: Wir mussten ein Rätsel lösen, bei dem es darum ging, Claudius Clodius aus dem Keller zu befreien. Wir sind mit einer kleinen Laterne in den stockdunklen Keller gegangen und haben endlich Claudius Clodius gefunden. Dafür bekamen wir schließlich ein Schokokecks als Belohnung.
Eine Gruppe blieb danach in der Stadt, während die andere schon zum Zeltplatz zurückfuhr und das Kartenspiel „Lügen“ spielte. Nach dem Abendessen saßen wir noch am Feuer und sangen gemeinsam Lieder. Das war ein schöner Abschluss nach einem Tag voller Rätsel und Aufgaben.
Tag 10 – Abreise
Am letzten Tag mussten wir etwas früher aufstehen, nämlich schon um 7:30 Uhr. Danach packten wir alles zusammen. Am Vortag hatten wir bereits einige Lagerbauten abgebaut, sodass wir nicht mehr ganz so viel zu tun hatten. Nach dem Frühstück bauten wir den Rest ab und machten den Lagerplatz sauber. Schließlich wollten wir es ordentlicher als vorher hinterlassen. Gegen 13:00 Uhr liefen wir los zur Busstation und fuhren anschließend zum Bahnhof. Dort stiegen wir in den Zug nach Hause.
Im Zug war es ziemlich voll, weshalb wir uns auf die wenigen freien Sitzplätze verteilen mussten. Der nächste Zug hatte Verspätung, und aus einer geplanten Umsteigezeit von 40 Minuten wurden schließlich nur noch ungefähr eine Minute. Leider waren wir im Zug alle verteilt. Deshalb stiegen einige in den Zug ein und die anderen haben es nicht rechtzeitig geschafft hatten. Schließlich fanden wir uns nach und nach wieder zusammen und setzten unsere Heimreise fort. Während der Fahrt spielten wir noch lange das Spiel „Janiv“, Uno oder Lügen bis wir schließlich gegen 21:45 Uhr in Karlsruhe ankamen. Nach dem Abschlusskreis verabschiedeten wir uns voneinander und gingen alle nach Hause. Damit war unser Sommerlager offiziell vorbei.
Es waren zehn abwechslungsreiche Tage mit vielen Erlebnissen, Spielen, Wanderungen und gemeinsamen Abenden. Auch wenn das Wetter nicht immer mitspielte und es manchmal anstrengend war, hatten wir zusammen viel Spaß. Wir konnten neue Erfahrungen sammeln, haben als Gruppe viel erlebt und werden uns sicher noch lange an dieses Sommerlager erinnern.
Ein riesiges Dankeschön an alle Leiter für ein so schön gelungen Lager.
Gut Pfad!