Lagerbericht vom Rover-Pfingstlager 22.05-25.05.26

Am 22.05.26 machten sich unsere Rover von St. Konrad aus mit reichlich Lebensmittel und Leckereien, auf den Weg zum Sepp-Klumpp-Haus in Gaggenau. Dort angekommen warteten bereits unsere Leitenden Kate und Niklas, die mit der Bahn angereist sind. Zusammen packten wir die Lebensmittel aus, verräumten diese und bereiten unsere Gemächer für die Nacht vor.
Nach dem die Arbeit vollbracht war, gab es Spaghetti mit Tomatensauce. Was eine unnötige Info, oder nicht? NEIN! Denn wir aßen nicht nur Nudeln mit Sauce, sondern wir aßen sie mit dem Mund direkt vom Tisch, bei wunderschönem Sonnenuntergang in Garten, während unsere Nachbarn den Motor vom Roller aufheulen ließen, jedesmal wenn sie ankamen (und das war sehr oft) da unsere Roverin Magdalena, ihnen einmal zugewunken hat und sie diese Geste der Freundlichkeit als eine art Flirt interpretiert haben.
Nachdem unser Hunger gestillt war, ließen wir den Abend mit Kartenspielen und Musik ruhig ausklingen. (Während unsere Nachbarn zu schlechter Musik tanzten, grölten und tranken. (Als kleine Vorwarnung: diese Geschöpfe werden noch öfter vorkommen.))
Nach einer ruhigen und erholsamen Nacht frühstückten wir, während wir Pläne für den Tag schmiedeten. Auf den Hinweis einer Roverin, dass uns das Obst ausginge (wir hatten einen Bund Bananen), machten wir uns also auf den Weg nach Gaggenau zu einem Hofgut. Die 2-stündige Wanderung bei praller Sonne und 30 Grad, meisterten unsere Rover und Leitenden, sehr gut. Paul, unser Ginger, war vom Frühstück noch so vitalisiert, dass er die letzten 200m Bergauf in der Sonne rannte. 5 Minuten vor Ladenschluss angekommen, waren wir sehr müde und verschwitzt, gönnten uns aber einen Korb Erdbeeren direkt auf dem Parkplatz des Ladens.
Nach einem Zwischenstopp bei Lidl, für Elektrolyte und Sonnenblumenkerne ging es für uns mit dem Bus wieder zurück nachhause. Dort abgekommen ruhten wir uns in der Sonne aus und bereiteten das Mittagessen vor. Es gab Lasagne.
Zu Kartenspielen, Musik und Snacks, aßen wir abends die Reste vom Vortag auf und hörten unseren Nachbarn, der Dorfjugend von Freiolsheim, beim Feiern zu und ließen einen Kuchen im Ofen backen. An diesem Abend gingen wir früh schlafen, denn wir hatten Pläne.
Um 3 Uhr morgens klingelte der Wecker unserer Roverin Lina. Nach dem Zähneputzen begab sie sich in die Küche, stelle Wasser für Kaffe auf und weckte die anderen. Als wir um 3:40 Uhr startklar waren, machten wir uns auf den Weg zum Mahlbergturm. Kurz vor 5 dort angekommen, erhellte sich der Himmel bereits. Nach 160 Stufen, waren wir alle, erschöpft und verschwitzt, aber glücklich auf dem Turm.
Da bis zum Sonnenaufgang noch eine halbe Stunde vor uns lag, aßen wir genüsslich den Kuchen vom Vortag. Schließlich war es dann so weit: um 5:20 Uhr erkannte man das erste viertel unserer Sonne, die orange-rot hinter einem Berg hervor spickte. Als hätten wir noch nie einen Sonnenaufgang gesehen, rannten wir alle voller Vorfreude hin und her und machten fleißig Videos und Fotos. So begann der letzte Tag unseres Lagers.
Wir begaben uns auf den Weg zurück. Am Haus angekommen, legten sich einige nochmal hin, um zu schlafen. Lina, war die erste, die aufgestanden ist. Im Garten wartete sie auf, Magdalena, dann Paul und Niklas, der genüsslich in seiner Hängematte döste. Gemeinsam entschieden wir uns für Pfannkuchen zum Frühstück. Die perfekten Pfannkuchen aßen wir, im Garten. Ein Junge, vermutlich auch aus der Dorfjugend von Freiolsheim, fuhr die Tage, des Öfteren den Weg vor unserem Haus, mit einem Fahrrad, entlang, drehte am Wald, gab nochmal Vollgas und schrie irgendetwas für uns unverständliches zu unseren Nachbarn. So auch an diesem Tag. Ohne uns irritieren zu lassen fuhren wir mit unserem Frühstück fort. Schließlich trug er einen Helm.
Auch dieser Tag, war ein sehr heißer Tag, mit strahlendem Sonnenschein. Wir lümmelten in den Hängematten, lasen Bücher, hörten Musik und spielten Spiele. Hin und wieder spekulierten wir über das Schicksal der Leute, die an unserem Haus vorbeikamen und lästerten über unsere Nachbarn. Aus (für die Schreiberin unverständlichen) Gründen, bauten Paul und Niklas die Jurte auf, die wir mitgenommen hatten. Der Platz, den sie dafür ausgesucht hatten, wurde zum Teil schon von Kate besetzt und so bauten die beiden Kate just einfach mit in die Kothe ein, während sie entspannt ihr Buch weiter laß.
Niklas, wollte schon die gesamte Zeit einem Schild auf die schliche kommen. Ein Schild, das einen Eisautomaten versprach. Also begaben sich Paul, Lina und Niklas auf die Suche nach diesem Automaten. Da Niklas Barfuß war und die Sonne wie bereits erwähnt, pausenlos schien, war der Asphalt entsprechend aufgeheizt, sodass wir in zügigem Tempo von Schatten zu Schatten liefen. Als wir das Schild wieder gefunden hatten, folgten wir der Richtung, welche es uns vorgab. Als wir bei dem Eisautomaten ankamen, mussten wir leider feststellen, dass die Betreiber im Urlaub sind und darum, der Automat vorübergehend außer Betrieb war. Enttäuscht machten wir uns auf den Weg zurück zum Haus. Als Trostpreis, tauchten Paul und Niklas ihre Füße in das eiskalte Wasser des Bachs, neben dem Haus.
Als der Nachmittag begann und die Sonne aus dem Zenit in Richtung Horizont wanderte, reichten die Sonnenblumenkerne nicht mehr aus und wir brauchten etwas Richtiges zum Essen. So kamen wir dazu Pizza zu machen. Niklas und Paul bereiteten den Teig vor und schnippelten das Gemüse, während die anderen weiterhin im Garten entspannten. Bei Anbruch der Nacht, waren wir dann bereit die Pizza zu Belegen und schoben sie in den Ofen. In der Zwischenzeit gingen die Hausbewohner*innen den unterschiedlichsten Tätigkeiten nach. Lina lernte, eine Bierflasche mit einen Blatt Papier zu öffnen, Magdalena beobachtete unsere Nachbarn, die von kleinen Kindern genervt wurden und Paul saß auf der Treppe und hörte Musik. Als die Pizza nun fertig war, schnabulierten wir diese bei romantischem Stirnlampenlicht und beobachteten unsere Nachbarn. Während, Tim, Tom (Namen aus Datenschutzgründen geändert) und ein anderer Mensch, den wir nicht identifizieren können (niemand sagte seinen Namen, so dass wir ihn hören konnten) wie wilde ein Loch gruben, zermalmten wir uns den Kopf, darüber, was sie dort gefunden hatten. Denn einer der 3 Personen, rief: „OMG! Tim, komm schnell her. Schau mal, was ich gefunden habe.“
Im Gegensatz zu uns, redeten sie leise genug, als dass wir sie nicht hören konnten und so kamen wir leider nie zur wahren Antwort über den gefundenen Schatz. Damit ging der letzte Tag unseres Lagers zu Ende. Wir zogen uns zurück, ein paar sangen, andere Doomscrollten auf Instagram und andere machten sich bettfertig. Gute Nacht, liebe Rover, schlaft schön.
Unser letzter Morgen auf diesem Lager, begann mit unserem letzten Frühstück auf diesem Lager, welches aus Müsli, Brot, Jogurt-Früchtekompott, Pfannkuchen und Pizza bestand. Nach dieser wilden Mischung starteten wir damit, das Haus zu reinigen. Magdalena und Kate, machten die Küche, Lina fegte und saugte die Räume, Niklas ordnete alles und räumte auf, Paul half ihm die Jurte abzubauen. Zusammen mit Kate, Niklas und Lina, putzen wir auch noch das Bad, bis schließlich alles blitze blank und ordentlich sauber gemacht war. In den 30 Minuten bis zur Schlüsselrückgabe haben wir die Lebensmittel aufgeteilt und kauten die Reste unserer Frühstückspizza. Paul fuhr Kate und Niklas zur Haltestelle und kam dann schließlich zurück, um Lina und Magdalena wieder nach Karlsruhe zu bringen. Nachdem sie Lina zuhause abgesetzt hatten, fuhren sie weiter nach St. Konrad, um dort die Lagermaterialien zu verstauen.
Schließlich sind alle munter und erholt zuhause angekommen, mit dem Erlebnis, eines wundervollen Pfingslagers, mehr im Gedächtnis.
Geschrieben von
Lina




